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Analyse zu Auf- und Absteigern

Bundesliga als geschlossene Gesellschaft

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Aufsteiger Ingolstadt: Bereit, sich in der Bundesliga zu etablieren

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Mittwoch, 03.06.2015   11:25 Uhr

"Geld schießt doch Tore", heißt es bei Fußballfans, denen der Kommerz auf die Nerven geht. Wegen des finanziellen Gefälles hätten Aufsteiger immer weniger Chancen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Stimmt das?

Das Kräfteverhältnis zwischen erster und zweiter Liga ist eindeutig, jedenfalls finanziell: In der Saison 2013/14 setzte die Bundesliga 2,5 Milliarden Euro um. Die Zweite Liga, aus der sich die Aufsteiger ja hochkämpfen müssen, kassierte nicht mal ein Fünftel davon.

Bedeutet das auch, dass Aufstiege immer schwieriger werden? Kritiker vermuten schon lange, dass hoher Umsatz mittlerweile die Voraussetzung für dauerhaften Erfolg in der Liga ist. Die alten Ideale von der Leidenschaft zum Sport und vom Mannschaftsgeist gingen verloren, glauben sie. Der Klassenerhalt des HSV könnte ihnen ein weiteres Argument liefern. Die Relegation mache alles noch schlimmer.

Tatsächlich konnten sich seit dem Jahr 2000 weniger als die Hälfte der Aufsteiger in der ersten Liga festsetzen. Aber: Das war schon immer so. Seit dem Ligastart 1963 schafften das im Durchschnitt nur 38 Prozent. Und es wird auch nicht immer schwieriger, vielmehr steigt der Anteil der Aufsteiger mit langem Atem seit den Achtzigerjahren sogar ein wenig.

Als etabliert und erfolgreich gelten in dieser Auswertung Vereine, die mindestens vier Jahre nicht absteigen. Zugegeben, darin steckt ein Stück Willkür.

Betrachten wir also einen anderen Aspekt: Viele Mannschaften krebsen nach dem Aufstieg die ganze Saison am Tabellenende, demoralisieren ihre Fans und steigen dann gleich wieder ab. Ist das häufiger geworden? Nein, im Gegenteil: Im zweiten und dritten Jahrzehnt der Liga sind sogar mehr Aufsteiger gleich wieder rausgeflogen als danach.

Sind die Kritiker also widerlegt? Nicht unbedingt, wenn man betrachtet, wer da eigentlich aufsteigt. Es sind oft alte Bekannte, also Vereine mit Bundesligaerfahrung. Im Vergleich der fünf Jahrzehnte Bundesliga hat der Anteil der Wiederaufsteiger zunächst stark zugenommen, seit den Neunzigerjahren liegt er über 80 Prozent.

Wahrscheinlich ist die Ursache in erster Linie schlicht mathematische Notwendigkeit. Denn in den Sechzigerjahren gab es ja noch kaum Absteiger. Es konnte deshalb nur wenige Wiederaufsteiger geben.

Reservoir der Veteranen

Mit der Zeit kamen mehr Absteiger in die zweite Liga, also wurden mehr Wiederaufstiege möglich. Auf diesen Effekt deutet zudem die von den Achtzigerjahren an abgeflachte Kurve: Wenn das Reservoir der Veteranen langsamer wächst, wächst auch die Quote der Wiederaufsteiger langsamer.

Betrachtet man die drei Entwicklungen zusammen, dann könnte man schließen: Mit Bundesligaerfahrung steigt die Chance, erneut in die Liga aufzusteigen. Wegen dieser Erfahrung können sich diese Aufsteiger dort außerdem häufiger etablieren, sodass weniger sofort wieder absteigen.

Liegt dieser Trend am zunehmenden Kommerz? Das lässt sich mit dieser Analyse nicht beweisen. Aber sie liefert ein Indiz dafür, dass die Bundesliga langsam zur geschlossenen Gesellschaft wird. Die besteht allerdings nicht aus den 18 derzeit dort vertretenen Vereinen, sondern den etwa 30, die dort längere Zeit gespielt haben. Von 2000 bis 2015 waren von 44 Aufsteigern 36 Bundesliga-Veteranen.

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Bundesliga-Abstiegskampf: Druck, Enttäuschung und Erlösung

insgesamt 14 Beiträge
dasistdasende 03.06.2015
1.
Lange Rede kurzer Sinn: Das Problem ist nicht das unterschiedliche Budget zwischen 1. und 2. Buli sondern das Mannschaften niedrigerer Ligen (3./4. Liga etc) kaum Chancen haben sich jemals in der 1. BuLi festzusetzen. [...]
Lange Rede kurzer Sinn: Das Problem ist nicht das unterschiedliche Budget zwischen 1. und 2. Buli sondern das Mannschaften niedrigerer Ligen (3./4. Liga etc) kaum Chancen haben sich jemals in der 1. BuLi festzusetzen. Kunstvereine wie Hoffenheim, und bald dann auch Ingolstadt und Leipzig mal ausgenommen. Hier könnte man nun rückschliessen, dass die BL bald zum großen Teil nur noch aus solchen Kunstvereinen bestehen wird. Um das zu belegen ist es sicher noch zu früh, aber die Entwicklung geht in die Richtung.
ruehldinho 03.06.2015
2.
Aufsatz am Thema vorbei geschrieben... In dem Artikel sollte doch die Frage geklärt werden "Wegen des finanziellen Gefälles hätten Aufsteiger immer weniger Chancen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Stimmt [...]
Aufsatz am Thema vorbei geschrieben... In dem Artikel sollte doch die Frage geklärt werden "Wegen des finanziellen Gefälles hätten Aufsteiger immer weniger Chancen, sich in der Bundesliga zu etablieren. Stimmt das?" Sind wir nun schlauer? Nein. Da müsste man sich die Umsatzzahlen, Sponsorengelder und Mäzene anschauen.
peeka(neu) 03.06.2015
3.
Das Problem liegt tiefer Die heutige Berlin-Liga ist die 6.Liga, vor ca. 20 Jahren war es die Liga 3, von der aus man direkt in den "echten" Profifußball aufsteigen konnte. Wer heute aus dem Amateurbereich (in dem [...]
Das Problem liegt tiefer Die heutige Berlin-Liga ist die 6.Liga, vor ca. 20 Jahren war es die Liga 3, von der aus man direkt in den "echten" Profifußball aufsteigen konnte. Wer heute aus dem Amateurbereich (in dem auch schon vierstellige Monatsgehälter für Spieler bezahlt werden) in den Profibereich will, muss sich durch drei Todesligen kämpfen, in denen dann Vereine über Quersubventionierung durch Stadtsparkassen und Stadtwerke oder ambitionierte Bürgermeister den Wettbewerb verzerren. Dies hat die DFL zu verantworten, die eine eben nur mit dem finanziellen RBL-Potenzial durchlässige Grenze zwischen den eigenen Vereinen und möglicher Konkurrenz von unten geschaffen hat.
erst nachdenken 03.06.2015
4. Solidaritätssteuer
Die Lösung ist einfach: Der DFB erhebt eine Art 'Steuer' auf Sponsorengelder (30-40%) und verteilt die Einnahmen gleichmäßig an alle Klubs der 1. bis 3. Liga. Das zahlt sich für alle aus, da der Sport ausgeglichener wird.
Die Lösung ist einfach: Der DFB erhebt eine Art 'Steuer' auf Sponsorengelder (30-40%) und verteilt die Einnahmen gleichmäßig an alle Klubs der 1. bis 3. Liga. Das zahlt sich für alle aus, da der Sport ausgeglichener wird.
Peter Eckes 03.06.2015
5.
Was für ein dämlicher Artikel voller Nullaussagen. Und dann wird die Kritik am Ende des jeweiligen Absatzes gleich mitgeliefert, warum schreibt man den Käse dann überhaupt? Und die letzte These von der geschlossenen [...]
Was für ein dämlicher Artikel voller Nullaussagen. Und dann wird die Kritik am Ende des jeweiligen Absatzes gleich mitgeliefert, warum schreibt man den Käse dann überhaupt? Und die letzte These von der geschlossenen Gesellschaft ist ja wohl auch nicht zu halten. Letztes Jahr ist der SC Paderborn aufgestiegen, dieses Jahr der FC Ingolstadt und nächstes Jahr steigt vielleicht Red Bull Leipzig auf. Alles Bundesligaveteranen oder was?

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