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Geld-Rangliste

Das sind die umsatzstärksten Fußballklubs Europas

Der FC Bayern auf Platz vier, Real Madrid verdrängt Manchester United - und Liverpool macht einen Satz nach vorne: Das sind die Ergebnisse einer Umsatzstudie von Deloitte.

DPA
Donnerstag, 24.01.2019   16:50 Uhr

Real Madrid hat Manchester United von der Spitze verdrängt. Der Champions-League-Sieger der vergangenen drei Spielzeiten war in der abgelaufenen Saison laut Deloitte mit 750,9 Millionen Euro der umsatzstärkste Fußballklub Europas - vor dem Erzrivalen FC Barcelona (690,4 Millionen Euro). United (666) fiel auf den dritten Rang zurück. Der beste deutsche Klub folgt auf Platz vier: Der FC Bayern setzte 629,2 Millionen Euro um.

Das geht aus dem jährlichen "Football Money League"-Ranking der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft hervor, das nun zum 22. Mal erschienen ist. Deloitte berücksichtigt dabei die Erlöse durch Ticketverkäufe, Fernsehrechte und weitere kommerzielle Einnahmen wie Sponsoring und Merchandise. Erlöse aus Spielertransfers fließen in der Regel nicht ein. Die Zahlen unterscheiden sich zum Teil deutlich von den offiziellen Klubangaben.

Unter den Top Ten finden sich - wegen der deutlich höheren TV-Einnahmen - sechs Klubs aus der englischen Premier League. Darunter ist auch der FC Liverpool. Das Team von Trainer Jürgen Klopp war im Vorjahresranking noch Neunter gewesen, nun stiegen die Reds auf den siebten Platz und sind damit hinter den Klubs aus Manchester der umsatzstärkste Premier-League-Klub.

Aus der Bundesliga haben es außer den Bayern zwei Teams in die Top 20 geschafft: Borussia Dortmund (Platz 12, 317,2 Millionen Euro, rund 15 Millionen weniger als im Vorjahr) und Schalke 04 (Platz 16, 243,8 Millionen Euro, rund 14 mehr als im Vorjahr). (Hier geht's zum Ranking aus dem vergangenen Jahr.)

Interessant: Zum zweiten Mal in Folge ist kein Team vertreten, das nicht aus den fünf großen Ligen stammt, England, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich.

Hier finden Sie die sämtliche Klubs der Top 20:

Fotostrecke

"Football Money League": Europas Geldrangliste

mon/dpa/Reuters

insgesamt 34 Beiträge
mantrid 24.01.2019
1. Nur unterm Strich ist es wichtig
Umsatz ist nicht gleich Gewinn und nur auf den kommt es an. Sonst könnte Dorfverein A einen Spieler von Dorfverein B für 1 Mrd. Euro kaufen und umgekehrt und beide Dorfvereine würden jetzt diese Statistik anführen. Gewinn [...]
Umsatz ist nicht gleich Gewinn und nur auf den kommt es an. Sonst könnte Dorfverein A einen Spieler von Dorfverein B für 1 Mrd. Euro kaufen und umgekehrt und beide Dorfvereine würden jetzt diese Statistik anführen. Gewinn hätten die dabei aber nicht gemacht und ob sie sportlich erfolgreicher wären, darf man in Zweifel ziehen. Die Rangliste ist also völlig nichtssagend, dokumentiert höchstens, mit welchen Summen dort jongliert wird. Ob solche Geschäftsmodelle nachhaltig sind, darf man sich fragen, wenn man aktuell in die Türkei schaut.
don_leonardo_al_dente 24.01.2019
2. genau lesen hilft !
Im Artikel steht: "Deloitte berücksichtigt dabei die Erlöse durch Ticketverkäufe, Fernsehrechte und weitere kommerzielle Einnahmen wie Sponsoring und Merchandise. Erlöse aus Spielertransfers fließen in der Regel nicht [...]
Im Artikel steht: "Deloitte berücksichtigt dabei die Erlöse durch Ticketverkäufe, Fernsehrechte und weitere kommerzielle Einnahmen wie Sponsoring und Merchandise. Erlöse aus Spielertransfers fließen in der Regel nicht ein." Demzufolge werden bei dieser Berechnung Spielertransfers nicht berücksichtigt. beste Grüße !
rubraton 24.01.2019
3. Erlöse aus Spielertransfers fließen in der Regel nicht ein?
ein Ranking ohne die Transfergelder mit einzubeziehen ist meines Erachtens kein repräsentatives Ranking, da z.B. die spanischen Clubs teurer einkaufen als die verkaufen. Des weiteren ist dieses Ranking in keinster Weise [...]
ein Ranking ohne die Transfergelder mit einzubeziehen ist meines Erachtens kein repräsentatives Ranking, da z.B. die spanischen Clubs teurer einkaufen als die verkaufen. Des weiteren ist dieses Ranking in keinster Weise ausschlaggebend, da Umsatz nicht gleich Gewinn ist und die spanischen Spitzenclub drastische Steuerermäßigungen haben, bzw. ist Real und Barca dafür bekannt keine, bzw sehr geringfügige Steuern zu bezahlen.
bernharddietz 24.01.2019
4. Transfererlöse
sind nicht enthalten, obwohl die korrespondierenden Aufwendungen wie Jugendarbeit, Scouting, Berater- und Vermittlerhonorare selbstverständlich in die Bilanzen der Club einfließen. Dadurch wird diese Analyse grob unrichtig und [...]
sind nicht enthalten, obwohl die korrespondierenden Aufwendungen wie Jugendarbeit, Scouting, Berater- und Vermittlerhonorare selbstverständlich in die Bilanzen der Club einfließen. Dadurch wird diese Analyse grob unrichtig und die Ranking-Aussage damit m.E. massiv falsch, zumal die Transfererlöse angesichts der gestiegenen Summen einen immer größeren Teil vom Umsatz der Fußballclubs ausmachen. So müsste z.B. der Umsatz incl. Transfererlösen bei Borussia Dortmund auf über 530 Mio. Euro erhöht werden und damit wäre der BVB in den TOP 10, der von Liverpool wäre auch ca. 200 Mio. Euro höher, Barcelona stünde dank Neymar Verkauf für 222 Mio. Euro an Paris auf Platz 1. Abfallen würden Real, Bayern und ManU und diverse andere Clubs, die i.d.R. "fertige" Spieler kaufen. Für die wirkliche Leistungsfähigkeit bzw. Kapitalkraft der Clubs (Money-League) ist es jedoch grob unrichtig, einen so grossen Umsatzblock wie die Transfererlöse einfach "zu vergessen".
mima84_84 24.01.2019
5.
Hier gehts nicht um die Bilanzen, sondern ausschließlich um Umsatz. Aufwendungen sind kein Umsatz!
Zitat von bernharddietzsind nicht enthalten, obwohl die korrespondierenden Aufwendungen wie Jugendarbeit, Scouting, Berater- und Vermittlerhonorare selbstverständlich in die Bilanzen der Club einfließen. Dadurch wird diese Analyse grob unrichtig und die Ranking-Aussage damit m.E. massiv falsch, zumal die Transfererlöse angesichts der gestiegenen Summen einen immer größeren Teil vom Umsatz der Fußballclubs ausmachen. So müsste z.B. der Umsatz incl. Transfererlösen bei Borussia Dortmund auf über 530 Mio. Euro erhöht werden und damit wäre der BVB in den TOP 10, der von Liverpool wäre auch ca. 200 Mio. Euro höher, Barcelona stünde dank Neymar Verkauf für 222 Mio. Euro an Paris auf Platz 1. Abfallen würden Real, Bayern und ManU und diverse andere Clubs, die i.d.R. "fertige" Spieler kaufen. Für die wirkliche Leistungsfähigkeit bzw. Kapitalkraft der Clubs (Money-League) ist es jedoch grob unrichtig, einen so grossen Umsatzblock wie die Transfererlöse einfach "zu vergessen".
Hier gehts nicht um die Bilanzen, sondern ausschließlich um Umsatz. Aufwendungen sind kein Umsatz!

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