Sport

Fußball-Überraschungen

Viertligist Verl wirft Augsburg aus dem DFB-Pokal, Lautern besiegt Mainz

Der Bundesligist FC Augsburg ist in der ersten Runde des DFB-Pokals spektakulär am Viertligisten SC Verl gescheitert. Auch Drittligist Kaiserslautern überraschte gegen Mainz.

Maja Hitij/Getty Images

Jubelnde Spieler des SC Verl: Überraschungsteam der ersten DFB-Pokal-Runde

Samstag, 10.08.2019   17:32 Uhr

SC Verl (Regionalliga West) - FC Augsburg (Bundesliga) 2:1 (2:0)

Der Regionalligaklub SC Verl hat für die bislang größte Sensation in der ersten Runde des DFB-Pokals gesorgt. Der Viertligist besiegte vor heimischer Kulisse den Bundesligisten FC Augsburg 2:1 (2:0).

Der Bundesligist startete schwach ins Spiel. Ein Verler Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (3. Minute), fünf Minuten später lag Augsburg dann aber doch zurück: Matthias Haeder lief alleine auf den neuen Torhüter Tomas Koubek zu, scheiterte mit einem Lupfer, aber Koubek traf Landsmann Marek Suchy und der Ball trudelte ins Tor (8.).

Und der Außenseiter legte noch vor dem Seitenwechsel nach. Ron Schallenberg erhöhte auf 2:0, der Treffer hätte allerdings nicht zählen dürfen, weil Aygün Yildirim zuvor im Abseits stand.

In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend: Augsburgs André Hahn wurde im Strafraum gelegt und bekam einen Strafstoß zugesprochen. Der Gefoulte trat selbst an - und verwandelte sicher zum Anschluss. Mehr gelang dem Bundesligisten jedoch nicht.

1. FC Kaiserslautern (3. Liga) - FSV Mainz 05 (Bundesliga) 2:0 (0:0)

Ronald Wittek/EPA-EFE/REX

Auch die Spieler des 1. FC Kaiserslautern konnten jubeln

Auch Bundesligist Mainz 05 ist in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Im Rheinland-Pfalz-Derby beim 1. FC Kaiserslautern verloren die Mainzer nach einem umstrittenen Foulelfmeter und einem Treffer in der letzten Minute der regulären Spielzeit 0:2 (0:0). Manfred Starke (63. Minute) und Florian Pick (90.) trafen für den Drittligisten.

Dabei hatten die Mainzer gerade in der ersten Hälfte einige Chancen. Kaiserslauterns Torhüter Lennart Grill hielt sein Team mit starken Paraden gegen Robin Quaison (7., 8.), Aarón Martín (18.) und Karim Onisiwo (42.) im Spiel. Kaiserslautern wurde dagegen nur durch Timmy Thiele gefährlich, der Stürmer traf mit einem Kopfball (27.) und einer Direktabnahme im Strafraum (43.) aber nicht das Tor.

In der zweiten Hälfte holte Thiele dann auch den Strafstoß heraus, wenn auch äußerst strittig. In einem Laufduell mit Mainz-Verteidiger Stefan Bell trat Thiele seinem Gegenspieler bei einem Schussversuch gegen das Standbein. Bell verletzte sich und musste später ausgewechselt werden.

Schiedsrichter Felix Zwayer entschied auf Strafstoß, Kaiserslauterns Starke trat an und traf, weil Florian Müller im Mainzer Tor zwar an den Ball kam, ihn aber unglücklich in das Tor lenkte. Nach dem Treffer wurde Kaiserslautern stärker, Mainz kam nur noch kurz vor Schluss zu einer gefährlichen Situation. Gegen den Schuss aus spitzem Winkel von Jean-Paul Boëtius hielt Grill aber wieder stark (89.). Stattdessen entschied Pick nach einer starken Vorarbeit von Simon Skarlatidis die Partie für die Lauterer.

krä/bka/hba

insgesamt 4 Beiträge
FrankDunkel 10.08.2019
1.
Gut, Lautern. Heimspiele gewinnen solltet Ihr allerdings auch in der Liga.
Gut, Lautern. Heimspiele gewinnen solltet Ihr allerdings auch in der Liga.
der_dr_Nickel 10.08.2019
2. Alles beim Alten...
...in RLP, die roten Teufel sind vor dem Karnevalsverein DER Fußballklub des Landes. Na ja, kann sich M05 jetzt voll auf die Buli konzentrieren. In dem Sinne eigentlich eine win-win-Situation, denn der FCK kann das Geld der [...]
...in RLP, die roten Teufel sind vor dem Karnevalsverein DER Fußballklub des Landes. Na ja, kann sich M05 jetzt voll auf die Buli konzentrieren. In dem Sinne eigentlich eine win-win-Situation, denn der FCK kann das Geld der nächsten Runde sicherlich gut gebrauchen. Schade für den FCM. War eine richtig gute Vorstellung, zumindest was so in der Konferenz zu sehen war, gegen den SCF. Scheinen einen gepflegten Ball zu spielen, freue mich schon auf das Spiel bei unserem Dorfclub ;-)) Für die Fuggerstädter gilt: Kopf-hoch. Gegen einen Regionalligisten sind schon größere Vereine in der ersten Runde ausgeschieden und bei denen hat es dann in der Bulisaison zu einem internationalen Platz (ok, Dank des Karnevalsverein) gelangt.
Schartin Mulz 10.08.2019
3. Die "Sensationen"
im DFB-Pokal beschränken sich ja schon länger darauf, dass Bundesligisten wie Mainz oder Augsburg in der ersten Runde rausfliegen. Die anderen Bundesligisten tun sich oft schwer, man sehe sich nur Bayerns Weg ins Finale in der [...]
im DFB-Pokal beschränken sich ja schon länger darauf, dass Bundesligisten wie Mainz oder Augsburg in der ersten Runde rausfliegen. Die anderen Bundesligisten tun sich oft schwer, man sehe sich nur Bayerns Weg ins Finale in der letzten Saison an, aber die ganz großen Sensationen sind selten geworden.
pharmakon 10.08.2019
4. Grüße aus Magdeburg
Augsburg kennt das Gefühl, rauszufliegen ;-) Blau-weiße Grüße
Augsburg kennt das Gefühl, rauszufliegen ;-) Blau-weiße Grüße

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