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Guardiola zieht aus Mannschaftskabine aus

Damit seine Spieler ungestört über ihn reden können, verzichtet Bayern-Trainer Josep Guardiola künftig auf seinen Platz in der Mannschaftskabine. Diese sei ein "Raum fürs Team", sagt der Spanier. Er bezieht lieber ein eigenes Büro.

AFP

Bayern-Trainer Guardiola: "Das ist ihr Bereich"

Dienstag, 30.07.2013   10:32 Uhr

Countdown zum Start der neuen Bundesliga-Saison

Hamburg - Es ist keine neue Erkenntnis, dass zu viel Nähe einer Beziehung schaden kann. Bayern-Trainer Josep Guardiola beherzigt diese Weisheit offenbar und verzichtet fortan darauf, sich eine Kabine mit seinen Spielern zu teilen. Diese sei ein "Raum fürs Team. Das ist ihr Bereich", sagte der Spanier der "Bild"-Zeitung. Er zieht deshalb ein eigenes Büro vor.

Guardiola, der im Juni neu zum FC Bayern stieß, möchte den Profis mit seinem Auszug die Gelegenheit geben, unbemerkt über ihn zu lästern: "In der Kabine sollen sie Witze machen, über alles reden dürfen, ohne Angst, dass ich ihnen im Nacken sitze", sagte der 43-Jährige. "Dort dürfen sie auch schlecht über mich reden."

Guardiolas neuer Arbeitsraum befindet sich schräg gegenüber dem Kabineneingang der Mannschaft und wird nach seinen Wünschen eingerichtet. Zuletzt soll er angeblich als Lagerraum gedient haben, Guardiolas Vorgänger Jupp Heynckes hatte keine Verwendung für ihn - er nutzte die gleiche Kabine wie die Spieler.

Doch das ist in der Bundesliga eher die Ausnahme: Der Großteil der Trainer besitzt ein eigenes Büro, meist in unmittelbarer Nähe zur Teamkabine. So auch BVB-Coach Jürgen Klopp oder sein Hamburger Amtskollege Thorsten Fink. "Der Trainer hat seinen eigenen Arbeitsplatz im Kabinentrakt", sagt HSV-Sprecherin Lisa Rathje SPIEGEL ONLINE, Fink suche aber, wie Klopp, regelmäßig die Nähe zu den Spielern.

psk

insgesamt 47 Beiträge
arti67 30.07.2013
1.
Puuh! Selten habe ich in letzter Zeit eine Meldung von solch unglaublicher Brisanz gelesen. Ich denke, dass die Geschichte des Europäischen Fussballs neu geschrieben werden muss. Was kommt als Nächstes an Hochspannendem aus der [...]
Puuh! Selten habe ich in letzter Zeit eine Meldung von solch unglaublicher Brisanz gelesen. Ich denke, dass die Geschichte des Europäischen Fussballs neu geschrieben werden muss. Was kommt als Nächstes an Hochspannendem aus der Liegenschaft an der Säbener Strasse? Sammer war bei der Fusspflege? Uli Hoeness hat neue Büromöbel?
Dosenpirat 30.07.2013
2. Dieser Trainer bleibt nicht lange....
Wer einen Dante, den besten Libero seit Jahren in den Sturm verlegt wird nicht weit kommen. Auch eine Mannschaft, die alles gewonnen hat umzustellen, spricht nicht vom gesunden Menschenverstand, eher von Arroganz....
Wer einen Dante, den besten Libero seit Jahren in den Sturm verlegt wird nicht weit kommen. Auch eine Mannschaft, die alles gewonnen hat umzustellen, spricht nicht vom gesunden Menschenverstand, eher von Arroganz....
lkm67 30.07.2013
3.
Die von ihnen beschriebene Erkenntnisse sind alt und außerhalb des Fußballs bereits seit Jahrzehnten bekannt. Die Fußballtrainer Deutschlands evtl. auch der Welt zeigten sich ja lange Zeit als Lern- und [...]
Zitat von sysopAFPDamit seine Spieler ungestört über ihn reden können, verzichtet Bayern-Trainer Josep Guardiola künftig auf seinen Platz in der Mannschaftskabine. Diese sei ein "Raum fürs Team", sagt der Spanier. Er bezieht lieber ein eigenes Büro. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-guardiola-zieht-aus-mannschaftskabine-aus-a-913811.html
Die von ihnen beschriebene Erkenntnisse sind alt und außerhalb des Fußballs bereits seit Jahrzehnten bekannt. Die Fußballtrainer Deutschlands evtl. auch der Welt zeigten sich ja lange Zeit als Lern- und Beratungsresistent und somit dauerte es unglaublich lange das man auch im Fußball nicht mehr nach dem Prinzip Versuch und Irrtum trainierte. Doch das ist nun seit dem Handeln von Klaus Sammer (ja Klaus und nicht Matthias) und dem Einfluss alter DDR Trainer und WissenschaftlerGott sei Dank Geschichte. Sportlicher Erfolg ist kein Geniestreich und kein Zufall, er ist planbar. Titel hingegen sind avisierbar und man kann planen in ihre Nähe zu gelangen, der Sieg jedoch behält das nicht kalkulierbare Moment. Das man es in Bayern bisher nicht umsetzte kann man wohl nur mit der speziellen "mia san mia" Kultur erklären.
boingdil 30.07.2013
4. Hat er auch sein eigenes Toilettenpapier?
Ja, der FCB überstrahlt derzeit die Bundesliga und es ist saure Gurken-Zeit. Aber inzwischen wird echt über alles berichtet, was nicht berichtenswert ist.
Ja, der FCB überstrahlt derzeit die Bundesliga und es ist saure Gurken-Zeit. Aber inzwischen wird echt über alles berichtet, was nicht berichtenswert ist.
miliasi 30.07.2013
5. Unglaublich!
Pep zieht in ein Zimmer 2 Meter weiter weg ein! Die Fußball-Welt ist schockiert! So sehr, dass der Spiegel darüber schreiben muss? Mal im ernst, das kann doch nicht euer ernst sein! Da könnt ihr genauso als offiziele Bayern Fan [...]
Pep zieht in ein Zimmer 2 Meter weiter weg ein! Die Fußball-Welt ist schockiert! So sehr, dass der Spiegel darüber schreiben muss? Mal im ernst, das kann doch nicht euer ernst sein! Da könnt ihr genauso als offiziele Bayern Fan Zeitung ausgeben.

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