Sport

2:0 gegen Schweden

Die USA stellen den nächsten WM-Rekord auf

18 Tore in einer WM-Vorrunde, das hatte noch kein Team geschafft: Mit dem 2:0 gegen Schweden setzen die USA eine neue Bestmarke und ziehen als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Dort wartet Spanien.

PETER POWELL/EPA-EFE/REX

Lindsey Horan erzielte das 1:0 für die USA gegen Schweden

Donnerstag, 20.06.2019   22:56 Uhr

Niemand kann sie aufhalten. Zumindest bisher noch nicht.

Die US-amerikanische Fußballnationalelf hat bei der WM in Frankreich den nächsten souveränen Sieg eingefahren. Im dritten Spiel der Gruppe F gewann das Team von Nationaltrainerin Jill Ellis gegen Schweden in Le Havre mit 2:0 (1:0). Damit ziehen die Amerikanerinnen nach drei Siegen aus drei Partien als Gruppenerste ins Achtelfinale ein. Dort wartet am Montag in Reims Spanien (18 Uhr/Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

Das Führungstor gegen Schweden, den Olympiazweiten von 2016, erzielte Lindsey Horan schon nach drei Minuten. Nach einer Ecke staubte die Angreiferin ab. Nach einer furiosen Anfangsphase ließen es die Amerikanerinnen dann etwas ruhiger angehen. Doch nach der Halbzeitpause stand es 2:0. Ein Schuss von Tobin Heath fälschte Schwedens Jonna Andersson noch ab (50.). Der Treffer wurde als Eigentor gewertet. Dabei blieb es.

PETER POWELL/EPA-EFE/REX

Tobin Heath feiert das 2:0 gegen Schweden mit den Teamkolleginnen

Schweden hat es als Gruppenzweiter ebenfalls in Achtelfinale geschafft. Am Montag treffen die Skandinavierinnen im Pariser Prinzenpark auf Kanada (21 Uhr/Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

Die USA haben die Gruppenphase nach einem 13:0 gegen Thailand und einem 3:0 gegen Chile nun mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 18:0 beendet. Damit untermauert der Titelverteidiger seinen Status als absoluter Turnierfavorit.

18 Tore in einer WM-Vorrunde hatte zuvor noch kein Team geschafft. Die bisherige Bestmarke lag bei 17, aufgestellt von Norwegen 1995. Die Norwegerinnen wurden später auch Weltmeisterinnen.

Doch es winkt schon der nächste Rekord: Die USA haben nun turnierübergreifend acht Siege bei Weltmeisterschaften in Serie gefeiert. Den Rekord in dieser Kategorie hält noch Norwegen mit zehn Siegen aus den Jahren 1995 bis 1999. Gut möglich, dass es in Frankreich eine neue Bestmarke geben wird.

Schweden - USA 0:2 (0:1)
0:1 Horan (3.)
0:2 Andersson (50. Eigentor)
Schweden: Lindahl - Björn, Ilestedt, Sembrant, Andersson - Zigiotti Olme, Seger (Glas 64.), Jakobsson, Asllani (Hurtig 79.), Schough (Rolfö 57.)
USA: Naeher - O'Hara, Dahlkemper, Sauerbrunn, Dunn - Lavelle (Press 63.), Horan, Mewis - Heath, Morgan (Lloyd 46.), Rapinoe (Pugh 83.)
Schiedsrichterin: Pustovoitova (Russland)
Gelbe Karten: Jakobsson - O'Hara

mey

insgesamt 5 Beiträge
fvaderno 20.06.2019
1. Geht eben beim Frauenfußball! Wenn auch nur selten.
Es würde auch beim Fußball der Männer vorkommen, aber dort haben die Mannschaften ein eher ähnliches Leistungsniveau.
Es würde auch beim Fußball der Männer vorkommen, aber dort haben die Mannschaften ein eher ähnliches Leistungsniveau.
Mondmann 21.06.2019
2. Na sowas !
Es war schon peinlich, wie die USA Maedchen sich feierten, als sie Tor um Tor gegen einen total ueberforderten Gegner schossen. Thailand hatte Mitleid verdient. Man stelle sich vor, die deutsche Maenner Nationalmannschaft haette [...]
Es war schon peinlich, wie die USA Maedchen sich feierten, als sie Tor um Tor gegen einen total ueberforderten Gegner schossen. Thailand hatte Mitleid verdient. Man stelle sich vor, die deutsche Maenner Nationalmannschaft haette sich seinerzeit gegen Brasilien so aufgefuehrt. Und Brasilien ist im Gegensatz zu Thailand eine Fussballnation !
ThomasS79 21.06.2019
3. Rekorde ja, nur leider belanglos!
Einen vergleichbaren "Rekord" würde sehr wahrscheinlich auch eine U15 Herrenmannschaft (das sind 14 jährige Buben mit Flauschebart) bei dieser WM problemlos erreichen, insofern man sie von der Leine lassen würde! Und [...]
Einen vergleichbaren "Rekord" würde sehr wahrscheinlich auch eine U15 Herrenmannschaft (das sind 14 jährige Buben mit Flauschebart) bei dieser WM problemlos erreichen, insofern man sie von der Leine lassen würde! Und jetzt ganz im Ernst - gerade solche "Rekorde", die hier bei SPON als verkrüppelte Sensationen eines Mega-Events verballert werden, zeigen doch eklatant die bestehenden Leistungsunterschiede! Das ist per se kein Drama, jedoch merkt man eben deutlich, dass die Vermarktung dieses "Events" in Relation zur eigentlichen Qualität und dem Entwicklungsstand völlig überdimensioniert ist. Es wäre völlig absurd, hier von einer WM-Endrunde auf Augenhöhe zu sprechen. Und genau da ist auch mein Problem beim Anschauen, aus Mangel an spielerischer Qualität, und hier klammere ich die wesentlicheren Mängel an Geschwindigkeit und Dynamik mal bewusst aus, schläft man entweder ein, oder erlöst sich mittels der Fernbedienung nach 20 Minuten. Frauenfußball ist in etwa so sehenswert wie Oberliga, das ist nicht schlecht - aber eben 5. Liga und eher was für einen entspannten Samstag Vormittag mit Bratwurst und nichts für eine dermaßen konstruierte, künstliche Kulisse im Primetime Format. Danke.
supergrobi123 21.06.2019
4. Jupp!
13 Tore in einem Spiel! Sowas sieht man sonst nur in der C-Jugend. Großartige Leistungen, großartig!
13 Tore in einem Spiel! Sowas sieht man sonst nur in der C-Jugend. Großartige Leistungen, großartig!
stevenspielberg 21.06.2019
5.
Der Leistungsunterschied wird sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zwar immer geringer, nur arbeitet die FIFA konsequent daran, diesen bei der WM hoch zu halten, indem sie die Teilnehmerzahlen permanent erhöht. [...]
Zitat von fvadernoEs würde auch beim Fußball der Männer vorkommen, aber dort haben die Mannschaften ein eher ähnliches Leistungsniveau.
Der Leistungsunterschied wird sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zwar immer geringer, nur arbeitet die FIFA konsequent daran, diesen bei der WM hoch zu halten, indem sie die Teilnehmerzahlen permanent erhöht. Bei den Frauen ist es jetzt die zweite WM mit 24 Teilnehmern. 5 der 8 Mannschaften die in der Vorrunde ausgeschieden sind, waren nie dabei als es weniger Teilnehmer waren. Bei den Männern steht demnächst eine Erhöhung von 32 auf 48 Mannschaften, da wird dann der Leistungsunterschied auch wieder spürbarer sein.

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