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Präsident Hoeneß

FC Bayern will so viel in Spieler investieren wie noch nie

80 Millionen Euro für einen einzigen Spieler? Der FC Bayern will im Sommer kräftig in seinen Kader investieren. Präsident Hoeneß kündigt teure Transfers an.

Getty Images

Uli Hoeneß (Archivbild)

Mittwoch, 20.03.2019   11:06 Uhr

Der FC Bayern will so viel wie noch nie für neue Spieler ausgeben. "Wir sind gerade dabei, unsere Mannschaft zu verjüngen. Das ist das größte Investitionsprogramm, das der FC Bayern je hatte", sagte Präsident Uli Hoeneß laut "Bild"-Zeitung und Münchner "Abendzeitung" am Dienstag bei einer Finanzmaklermesse in München. "Für einen einzelnen Spieler können es auch mal 60 bis 80 Millionen Euro sein."

Hoeneß hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht, was die Bereitschaft zu Großtransfers angeht. Noch im September 2017 hörten sich seine Einlassungen zu dem Thema so an: "Es wird der Zeitpunkt kommen, wo alle, die jetzt so viel Geld rausdonnern, kleinere Brötchen backen werden, weil der sportliche Erfolg sich nicht so einstellt, wie es sich die Geldgeber vorgestellt haben". Der Markt sei "viel zu heiß".

In der Winterpause der Saison 2017/18 bröckelte seine strikte Ablehnung - obwohl er auch damals über die Millionentransfers von Neymar und Kilian Mbappé zu Paris St. Germain schimpfte: Er hoffe, dass "solchen Mega-Transfers irgendwann Einhalt geboten wird. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen." Allerdings signalisierte er die Bereitschaft, für bestimmte Positionen auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen: "Ich denke, da wird es auch mal Transfers von 50, 60 oder 70 Millionen geben."

Tolisso ist bislang Bayerns Rekordtransfer

Zwar verzichteten die Münchner vor dieser Saison auf spektakuläre Verpflichtungen, doch im August sagte Hoeneß, der Verein "sammle ein bisschen Geld ein, um vielleicht im nächsten Jahr was zu machen. Es wird der Tag kommen, an dem wir Geld in die Hand nehmen müssen". Im Februar dieses Jahres deutete der Klubchef in der Sendung "Doppelpass" auf Sport1 an, bereits aktiv zu sein: "Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison..."

Für die kommende Saison stehen bereits die Wechsel des französischen Weltmeisters Benjamin Pavard, 22 Jahre alt, vom VfB Stuttgart und von Angreifer Jann-Fiete Arp, 19, vom Zweitligisten Hamburger SV fest. Als weitere Kandidaten der Bayern gelten unter anderen der 18 Jahre alte Chelsea-Profi Callum Hudson-Odoi, Nicolas Pépé vom OSC Lille sowie der Franzose Lucas Hernández von Atlético Madrid. Bei James Rodriguez steht die Entscheidung noch aus, ob die Bayern den Leihspieler von Real Madrid für eine Summe von 42 Millionen Euro fest verpflichten.

Bislang ist der Franzose Corentin Tolisso Bayerns Rekordtransfer. Als er zur Saison 2017/18 von Olympique Lyon nach München wechselte, kostete er 41,5 Millionen Euro. Javi Martínez folgt auf Rang zwei. Für ihn mussten die Bayern 2012 40 Millionen Euro an Athletic Bilbao bezahlen. Arturo Vidal, der 2015 von Juventus Turin kam, war 37,5 Millionen Euro wert.

bka/dpa

insgesamt 165 Beiträge
winki 20.03.2019
1. Preisfrage
Was hat das noch mit Sport zu tun? Steuerhinterzieher Hoeneß ist völlig außer Rand und Band. Klar, er verdient am SC Bayern kräftig schließlich mit. Findet sich denn niemand der dem Treiben Einhalt gebietet. Durch sein [...]
Was hat das noch mit Sport zu tun? Steuerhinterzieher Hoeneß ist völlig außer Rand und Band. Klar, er verdient am SC Bayern kräftig schließlich mit. Findet sich denn niemand der dem Treiben Einhalt gebietet. Durch sein Handeln wird der gesamte Fußball nur noch zur Geldmaschine.
sebastian_f 20.03.2019
2. Von Wollen kann keine Rede sein
Der FC Bayern muss Geld in die Hand nehmen, um weiterhin im Konzert der Großen mitspielen zu können. Wenn U.H. könnte, würde er die Spieler auch gerne ablösefrei holen. Aber die Zeiten als man noch einen Lewandowski [...]
Der FC Bayern muss Geld in die Hand nehmen, um weiterhin im Konzert der Großen mitspielen zu können. Wenn U.H. könnte, würde er die Spieler auch gerne ablösefrei holen. Aber die Zeiten als man noch einen Lewandowski ablösefrei vom BVB holen konnte, sind vorbei.
gnarze 20.03.2019
3. Naja,
angesichts der Tatsache, dass das Rekordtransferjahr 2017/2018 mit 116 Mio. Euro war, ist die Ankündigung - so viel Geld wie noch nie auszugeben - nicht so spektakulär, zumal sich die Transfersummen ja drastisch erhöht haben. [...]
angesichts der Tatsache, dass das Rekordtransferjahr 2017/2018 mit 116 Mio. Euro war, ist die Ankündigung - so viel Geld wie noch nie auszugeben - nicht so spektakulär, zumal sich die Transfersummen ja drastisch erhöht haben. Also Abwarten, bis die Transfers offiziell sind.
wolleb 20.03.2019
4. Hat lange gedauert
bis auch Hoeneß gemerkt hat, dass es nur mit Geld geht, wenn man oben noch mitspielen will. Die Bundesliga wird nur noch mithalten können, wenn die unsinnige 50+1 Regelung abgeschafft wird. Wer sich allerdings solche Sponsoren [...]
bis auch Hoeneß gemerkt hat, dass es nur mit Geld geht, wenn man oben noch mitspielen will. Die Bundesliga wird nur noch mithalten können, wenn die unsinnige 50+1 Regelung abgeschafft wird. Wer sich allerdings solche Sponsoren in Haus holt wie 1860 München, dem ist nicht zu helfen.
f-rust 20.03.2019
5. Blitzableiter U.H. ?
U.H. hat die Megatransfers nicht erfunden; da blickt winkl #1 doch besser mal nach Spanien (Real, Barcelona) und England (5-6 große Clubs), inzwischen auch PSG und Juventus. Übrigens heißt der Münchner Verein FC ;-) nicht SC [...]
U.H. hat die Megatransfers nicht erfunden; da blickt winkl #1 doch besser mal nach Spanien (Real, Barcelona) und England (5-6 große Clubs), inzwischen auch PSG und Juventus. Übrigens heißt der Münchner Verein FC ;-) nicht SC ... oder irre ich mich? lol
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