Sport

Doping im Langlauf

Österreicher Baldauf und Hauke für vier Jahre gesperrt

Jahrelange Sperre, Ergebnisse und Preisgelder aberkannt: Dominik Baldauf und Max Hauke wurden nach dem Dopingskandal von der Ski-WM in Seefeld bestraft.

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Dominik Baldauf (links) und Max Hauke gewannen jeweils mehrere österreichische Meistertitel

Dienstag, 23.07.2019   14:33 Uhr

Die ehemaligen Skilangläufer Max Hauke und Dominik Baldauf sind fünf Monate nach dem Dopingskandal bei der WM in Seefeld für jeweils vier Jahre gesperrt worden. Das teilte die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) mit. Die Sperren gelten rückwirkend ab dem 1. März 2019 und enden am 28. Februar 2023. Beide Österreicher hatten gestanden, Eigenblutdoping betrieben zu haben.

Hauke war in Seefeld mit einer Bluttransfusion im Arm ertappt worden, ein Video davon kursierte in den sozialen Netzwerken. Auch Baldauf hatte sich vom Erfurter Sportarzt Mark S. behandeln lassen.

Laut Urteil hatten sowohl der 26-jährige Hauke als auch der 27 Jahre alte Baldauf ab April 2016 "Blutabnahmen zum Zwecke der Lagerung und späteren Reinfundierung des Erythrozytenkonzentrats" an sich vornehmen lassen und bis Februar 2019 "eine größere Anzahl Abnahmen und Reinfundierungen von Vollblut" erhalten. Bei Hauke sei letztmals während der WM eine Eigenblutinfusion im Umfang von 100 Millilitern erfolgt, bei Baldauf von 800 Millilitern. Hauke habe zudem von 2017 bis 2019 Wachstumshormone erworben und konsumiert.

Beiden Sportlern wurden zudem alle ab dem 1. April 2016 erzielten Ergebnisse gestrichen. Sämtliche Titel, Medaillen, Preise, Start- und Preisgelder wurden aberkannt.

jan/sid

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