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NHL-Playoffs

Boston-Kapitän bekommt Puck ins Gesicht

Eine 170 Gramm schwere Hartgummischeibe bekommt man ungern ins Gesicht. NHL-Star Zdeno Chára hat diese Erfahrung nun machen müssen. Und dann verloren seine Boston Bruins auch noch das vierte Spiel der Finalserie.

Dilip Vishwanat / AFP

Brayden Schenn (r.), Zdeno Chára

Dienstag, 04.06.2019   10:01 Uhr

Das sah schmerzhaft aus: Beim vierten Spiel der NHL-Finalserie zwischen den Boston Bruins und den St. Louis Blues hat der Kapitän der Bruins, Zdeno Chára, einen Puck ins Gesicht bekommen. Der Starverteidiger blieb zunächst auf dem Eis liegen, konnte das Spielfeld wenig später zwar Blut spuckend, aber auf eigenen Beinen verlassen.

Chára konnte nach dem Treffer auf seinen Mund nicht mehr weiterspielen, saß aber den Rest des Spiels auf der Bank. Boston verlor die vierte Partie der Best-of-Seven-Serie 2:4, St. Louis glich nach Spielen aus. Ob Chára in der fünften Partie, die am Donnerstag in Boston stattfindet, spielen kann, ist unklar.

"Das war sehr unangenehm. Ihm wurde geraten, nicht ins Spiel zurückzukehren", sagte Bostons Manager Bruce Cassady nach der Partie: "Er hat ein paar Nähte gebraucht und muss in der Zukunft wahrscheinlich an den Zähnen behandelt werden."

Matchwinner aufseiten der Blues war Ryan O'Reilly mit zwei Treffern. Der kanadische Center brachte die Gastgeber bereits nach 43 Sekunden in Führung und erzielte im Schlussdrittel das entscheidende 3:2 (51.). Wladimir Tarasenko (16.) und Brayden Schenn (59.) trafen ebenfalls für die Blues, für die Bruins glichen Charlie Coyle (14.) und Brandon Carlo (35.) zwischenzeitlich aus.

"Unser Team kann sehr gut antworten", sagte Blues-Coach Craig Berube, "wir wussten, was wir zu tun hatten, um die bessere Mannschaft zu sein. Wir waren erbarmungslos." Die Blues, die den ersten Titel ihrer Franchise-Geschichte anstreben, feierten zudem ihren ersten Sieg in einer Finalserie vor eigenem Publikum.

bka/dpa/sid

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