Wirtschaft

Warnstreiks am Freitag

Ver.di will Berliner Nahverkehr blockieren

U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse: Am Freitag sollen "alle Bereiche" der Berliner Verkehrsbetriebe bestreikt werden. Die Gewerkschaft Ver.di will Druck in den Tarifverhandlungen machen und kündigt "erhebliche Behinderungen" an.

DPA

Busfahrer der BVG am Zoologischen Garten (Archivbild)

Montag, 11.02.2019   16:45 Uhr

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) soll es am Freitag zu umfassenden Warnstreiks kommen. Von Betriebsbeginn um 3.30 Uhr bis 12.00 Uhr sollen die Beschäftigten die Arbeit niederlegen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di. Es sei mit "erheblichen Behinderungen" im Nahverkehr zu rechnen. Betroffen sind die U-Bahn, die Straßenbahnen und die Stadtbusse in Berlin.

In der laufenden Tarifrunde bei dem Landesunternehmen will Ver.di damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In den Manteltarifverhandlungen für rund 14.000 Arbeitnehmer der BVG und ihrer Tochtergesellschaft Berlin Transport verlangt die Gewerkschaft für alle eine 36,5-Stunden-Woche und Weihnachtsgeld, zudem Änderungen an der Entgelttabelle und eine Einmalzahlung von 500 Euro für Gewerkschaftsmitglieder.

Vertreter des Kommunalen Arbeitgeberverbands und der Gewerkschaft hatten am Montag ihre Tarifverhandlungen fortgesetzt. Der Verband legte in der zweiten Runde noch kein konkretes Angebot vor, wie es Ver.di gefordert hatte. Stattdessen wurden Arbeitsgruppen für bestimmte Themenbereiche vorgeschlagen.

Die Verhandlungsführerin der Arbeitgeber, Claudia Pfeiffer, bezeichnete die Forderungen als nicht umsetzbar. "Die Vorstellungen der Tarifparteien liegen momentan noch weit auseinander." Der nächste Verhandlungstermin ist für den 5. März vorgesehen.

Zusätzlich zu den mehrstündigen Warnstreiks ist am Freitagvormittag eine Kundgebung vor der BVG-Hauptverwaltung in Berlin-Mitte geplant. Dazu erwartet Verdi rund 3000 Menschen.

dab/dpa/AFP

insgesamt 1 Beitrag
Europa! 11.02.2019
1. Endlich
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