Wirtschaft

Sturmtief "Eberhard"

Schäden in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro angerichtet

Die Zerstörungen durch Sturmtief "Eberhard" dürften einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Insgesamt kommen auf die Versicherer durch die letzten Stürme noch höhere Kosten zu.

REUTERS

Auswirkungen des Sturms "Eberhard" in Nordrhein-Westfalen

Montag, 11.03.2019   21:28 Uhr

Der jüngste Sturm in Deutschland dürfte die Versicherungsbranche einen hohen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Der versicherte Schaden liege in einer Größenordnung von 700 bis 800 Millionen Euro, teilte der Rückversicherungsmakler Aon auf Grundlage eigener Berechnungen mit.

Branchendienstleister Meyerthole Siems Kohlruss hatte die versicherten Sachschäden auf Grundlage eigener Berechnungen dagegen auf 600 Millionen Euro beziffert.

Das Sturmtief "Eberhard" war am Sonntag mit Windböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und Orkanböen über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen sowie Sachsen und Thüringen gezogen. Dadurch wurden Häuser abgedeckt, Bäume entwurzelt sowie der Bahn- und Autoverkehr behindert. Reisende der Deutschen Bahn haben auch im Falle eines Unwetters Anspruch auf Entschädigung bei Verspätungen. Auch Kosten für Taxis und Hotels werden auf Antrag erstattet.

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Fotostrecke: Aufräumen und Schnee nach "Eberhard"

Insgesamt dürften die Stürme der jüngsten Herbst- und Wintersaison in Deutschland die Versicherungsbranche einen Milliardenbetrag kosten. Der versicherte Schaden der Stürme seit September summiere sich voraussichtlich auf rund eine Milliarde Euro, teilte Meyerthole Siems Kohlruss auf Grundlage eigener Berechnungen mit. Die übrigen Schäden entfielen dem Dienstleister zufolge im wesentlichen auf die Stürme "Bennet" im März und "Fabienne" im September.

mal/Reuters/dpa

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