Wirtschaft

Gesellschaftlicher Frieden

Bayerns Bauminister fordert mehr Bundesgeld für sozialen Wohnungsbau

Aus Sicht von Bayerns Bauminister Hans Reichhart ist der Bau von Sozialwohnungen der beste Weg, um dem massiven Anstieg der Mieten zu begegnen. Entsprechend scharf kritisiert er die Pläne der Bundesregierung, die Mittel dafür zu kürzen.

DPA

Sozialwohnungen: "Jetzt ist der Bund in der Pflicht."

Donnerstag, 26.09.2019   08:10 Uhr

Bayerns Bauminister Hans Reichhart hat vom Bund geplante Kürzungen der Zuschüsse für den sozialen Wohnungsbau scharf kritisiert. "Die Absicht des Bundes, die Mittel für den sozialen Wohnungsbau um eine halbe Milliarde Euro zu reduzieren, ist unverständlich und genau das falsche Signal", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" vor Beginn der Bund-Länder-Konferenz. "Der soziale Wohnungsbau ist die soziale Frage unserer Zeit und Garant für den gesellschaftlichen Frieden."

Statt weniger müsse mehr Geld für den Bau neuer Sozialwohnungen ausgegeben werden, erklärte Reichhart: "Wir fordern eine Erhöhung auf jährlich zwei Milliarden Euro." Bayern habe die Landesmittel in den letzten Jahren "kontinuierlich aufgestockt" und beim Wohnungsbau "wichtige Impulse" gesetzt, sagte Reichhart. "Jetzt ist der Bund in der Pflicht."

Bei der Bauministerkonferenz will Bayern zudem Erleichterungen für den Bau von Gebäuden aus Holz voranbringen, die künftig leichter bis zur Hochhausgrenze errichtet werden könnten: "Im ökologischen Bauen mit Holz sehen wir großes Potenzial", sagte Reichhart. "Wir stellen jetzt auf der Bauministerkonferenz die Weichen, schneller, einfacher und vor allem höher zu bauen." Gebäude aus Holz mit bis zu acht Stockwerken sollten in Bayern bald zulässig sein.

mik/AFP

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