Wirtschaft

Furcht vor Handelskonflikten

OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland

Was wird aus Deutschlands Exporten? Die Hängepartie um die von Donald Trump angedrohten Einfuhrzölle auf Stahl und Autos belasten Deutschlands Konjunkturaussichten.

DPA

Stahlwerker bei Salzgitter

Mittwoch, 30.05.2018   12:23 Uhr

Die Industriestaaten-Organisation OECD senkt ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte nach Einschätzung der Organisation sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr um 2,1 Prozent zulegen. Im März war sie noch von 2,4 beziehungsweise 2,2 Prozent ausgegangen.

Die OECD warnte zugleich vor Risiken, die vor allem aus Deutschlands Exportstärke folgten. "Der zunehmende Handels- und Investitionsprotektionismus könnte den Welthandel beeinträchtigen und die globalen Wertschöpfungsketten unterbrechen, die für den Erfolg der deutschen Exporte entscheidend sind", erklärte sie. "Dies könnte sich belastend auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung auswirken."

Den Berechnungen zufolge werde die Konjunktur aber wegen des robusten Welthandels, der Investitionen und des boomenden Arbeitsmarkts "solide" bleiben. Der Konsum dürfte zwar langsamer zulegen, da die höhere Inflation die Reallöhne mindere. "Die niedrigen Zinssätze, die hohe Kapazitätsauslastung und die zunehmende Nachfrage nach Wohnimmobilien stützen aber eine kräftige Entwicklung der Wohnungsbau- und Unternehmensinvestitionen."

Deutsche Industrie warnt

Der im Ausland viel kritisierte deutsche Überschuss in der Handelsbilanz dürfte leicht sinken, bleibe 2019 aber mit 7,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes noch immer klar über dem von der EU-Kommission vorgesehenen Höchstwert von sechs Prozent.

Die OECD sieht Spielraum für die Regierung, stärker in Bildung, Breitbandnetze und eine emissionsärmere Verkehrsinfrastruktur zu investieren. Dies verbessere langfristig die Produktivität. "Steuersenkungen für Gering- und Zweitverdiener würden zusammen mit höheren Umwelt- und Immobiliensteuern ein umweltverträglicheres und inklusiveres Wachstum fördern", so die OECD.

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr erheblich gesenkt. Der DIHK erwartet nun noch ein Wachstum von 2,2 Prozent - und nicht mehr wie zuvor 2,7 Prozent. "Aus dem Ausland kommen zunehmend Misstöne, die Unsicherheit wächst", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

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beb/Reuters/dpa

insgesamt 3 Beiträge
Drehmoment 30.05.2018
1. Prognosen bitte abschaffen!
Können sich bitte diese ganzen Menschen, die Wirtschaftsprognosen erstellen, einen neuen Job suchen! Ob jetzt ein paar Prozentpunkte beim Wachstum hin oder her, wen juckt das eigentlich? Ständig warnen die vor irgendwelchen [...]
Können sich bitte diese ganzen Menschen, die Wirtschaftsprognosen erstellen, einen neuen Job suchen! Ob jetzt ein paar Prozentpunkte beim Wachstum hin oder her, wen juckt das eigentlich? Ständig warnen die vor irgendwelchen Einbrüchen. Das ist doch Quatsch! So lange in China und Indien nicht jeder Reisbauer einen Fernseher und ein Auto hat, wird die Wirtschaft weiter wachsen. Das geht noch sehr lange so. Und Deutschland profitiert, weil wir die Ausrüster sind. Dazu brauche ich doch keine Institute und Wirtschaftsweisen. Ja, es wird mal wieder eine Krise geben. Aber diese "Experten" können diese nicht voraussagen. Klar gab es mal ein paar Kritiker vor der Krise 2008, die vor einem Crash gewarnt hatten. Aber sie hätten genausogut unrecht behalten können. Also alles reiner Zufall!
kuac 30.05.2018
2.
Gibt es überhaupt so viele Straßen für so viele Autos? Was ist mit der Umwelt?
Zitat von DrehmomentKönnen sich bitte diese ganzen Menschen, die Wirtschaftsprognosen erstellen, einen neuen Job suchen! Ob jetzt ein paar Prozentpunkte beim Wachstum hin oder her, wen juckt das eigentlich? Ständig warnen die vor irgendwelchen Einbrüchen. Das ist doch Quatsch! So lange in China und Indien nicht jeder Reisbauer einen Fernseher und ein Auto hat, wird die Wirtschaft weiter wachsen. Das geht noch sehr lange so. Und Deutschland profitiert, weil wir die Ausrüster sind. Dazu brauche ich doch keine Institute und Wirtschaftsweisen. Ja, es wird mal wieder eine Krise geben. Aber diese "Experten" können diese nicht voraussagen. Klar gab es mal ein paar Kritiker vor der Krise 2008, die vor einem Crash gewarnt hatten. Aber sie hätten genausogut unrecht behalten können. Also alles reiner Zufall!
Gibt es überhaupt so viele Straßen für so viele Autos? Was ist mit der Umwelt?
themasterofdesaster 30.05.2018
3. Neues aus dem Kaffeesatz!
Wirtschaftsprognosen sind ungefähr so haltbar wie Wetterprognosen...
Wirtschaftsprognosen sind ungefähr so haltbar wie Wetterprognosen...

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