Wirtschaft

Jahreswirtschaftsbericht 2019

Bundesregierung rechnet mit deutlicher Wachstumsdelle

Jetzt reiht sich auch Wirtschaftsminister Altmaier bei den Pessimisten ein: Wie sämtliche Forschungsinstitute korrigiert auch die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose nach unten - und zwar deutlich.

DPA

Containerterminal in Bremerhaven

Donnerstag, 24.01.2019   18:43 Uhr

Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr eine drastische Eintrübung der Konjunktur. Im neuen Jahreswirtschaftsbericht, den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am nächsten Mittwoch vorstellen wird, geht sie nach Informationen des SPIEGEL für 2019 nur noch von einem Wachstum von 1,0 Prozent aus. Das bedeutet im Vergleich zu ihrer Herbstprognose eine deutliche Korrektur nach unten. Damals hatten die Konjunkturexperten der Bundesregierung für 2019 noch ein Plus von 1,8 Prozent vorausgesagt.

Ursache für die verhaltene Entwicklung ist die fehlende Dynamik, die die deutsche Wirtschaft schon im zweiten Halbjahr 2018 gezeigt hatte. Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Binnennachfrage weiterhin intakt bleibt. Wegen der schwelenden Handelskonflikte und dem ungeklärten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU litten jedoch die Exporte.

Trotz der Wachstumsdelle geht der Aufschwung am Arbeitsmarkt nach Einschätzung der Bundesregierung weiter. Sie rechnet mit einer neuen Rekordzahl bei den Jobs.

Auf 2020 blicken Altmaiers Experten wieder mit größerem Optimismus. Dann werde die deutsche Wirtschaft um 1,6 Prozent zulegen.

msa/rei

insgesamt 42 Beiträge
spon-facebook-10000239462 24.01.2019
1. Wen wundert's?
Da hat der Stickstoffgollum vom Abmahnverein ja ganze Arbeit geleistet.
Da hat der Stickstoffgollum vom Abmahnverein ja ganze Arbeit geleistet.
hansaeuropa 24.01.2019
2. typisch
seit April 2018 hat sich dieses Szenario angedeutet. Politik, Presse und Mainstream-ökonomen haben wieder ein tolles Schauspiel aufgeführt.
seit April 2018 hat sich dieses Szenario angedeutet. Politik, Presse und Mainstream-ökonomen haben wieder ein tolles Schauspiel aufgeführt.
Objectives 24.01.2019
3. Man kann Krisen auch herbeireden
Aber Deutschland unternimmt wirklich alles momentan dafür, um die Zukunft zu verschlafen. Es wird ein böses Erwachen geben für viele in diesem Land.
Aber Deutschland unternimmt wirklich alles momentan dafür, um die Zukunft zu verschlafen. Es wird ein böses Erwachen geben für viele in diesem Land.
jsavdf 24.01.2019
4. Klingt logisch
Dieses Jahr werden die großen Konzerne ihre Investitionen zurückhalten oder ins Jahr 2020 buchen, bis sie wissen wo sie technologisch und er Welt stehen (an alle die denken dass der deutsche Maschinenbau der Weltbeste ist: die [...]
Dieses Jahr werden die großen Konzerne ihre Investitionen zurückhalten oder ins Jahr 2020 buchen, bis sie wissen wo sie technologisch und er Welt stehen (an alle die denken dass der deutsche Maschinenbau der Weltbeste ist: die kochen auch nur mit Wasser, was besser ist im internationalen Vergleich ist die Inbetriebnahme von Anlagen). Wichtig ist, dass wieder mehr Nachfrage aus Frankreich kommt.
derhey 24.01.2019
5. Herbeireden
kann man eine Krise auch - selbsterfüllende Prophezeiung. Wobei in der Vergangenheit dien Prognosen ja so treffsicher waren 1 % rauf oder runter sind doch immer innerhalb der Tolleranz. Zudem ein wenig Weniger tut uns durchaus [...]
kann man eine Krise auch - selbsterfüllende Prophezeiung. Wobei in der Vergangenheit dien Prognosen ja so treffsicher waren 1 % rauf oder runter sind doch immer innerhalb der Tolleranz. Zudem ein wenig Weniger tut uns durchaus auch mal gut. Fördert die Kreativität wobei ich dabei nicht unbedingt den Stellenabbau meine, wird dann aber wohl bei manchen Unternehmen so sein und heißt dann Innovation.

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

TOP