Wirtschaft

Schwache Wirtschaft

Bundesregierung senkt Konjunkturprognose

Die Bundesregierung rechnet mittlerweile mit einer längeren Wirtschaftsschwäche als noch vor einigen Monaten. Nach SPIEGEL-Informationen wird sie ihre Wachstumsprognose für 2020 nach unten korrigieren.

Sebastian Kahnert/ DPA

Niederdruckturbine in sächsischem Kraftwerk: Knapp an der Rezession vorbei

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Freitag, 11.10.2019   14:30 Uhr

Die Bundesregierung schraubt ihre Wachstumserwartung für das kommende Jahr deutlich nach unten. 2020 wird die deutsche Wirtschaft demnach nur noch ein Plus von 1,1 Prozent erreichen. Im Frühjahr hatten die Konjunkturexperten aus dem CDU-geführten Bundeswirtschaftsministerium noch mit einer Zunahme von 1,5 Prozent gerechnet.

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Für das laufende Jahr bleiben die Regierungsexperten bei ihrer Voraussage von 0,5 Prozent. Sie rechnen also damit, dass Deutschland knapp einer Rezession entgeht. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, die Zahlen stünden "noch nicht final fest".

Ihre sogenannte Herbstprojektion will die Bundesregierung nächste Woche veröffentlichen. Bis dahin können die Zahlen auch noch minimal nach oben oder nach unten korrigiert werden. Die Projektion ist Grundlage für die Ende des Monats stattfindende Steuerschätzung. Wegen niedrigerer Wachstumserwartung ist damit zu rechnen, dass auch die Einnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden weniger stark zunehmen.

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insgesamt 8 Beiträge
Remotesensing 11.10.2019
1. Einigermaßen kluge Menschen
konnten das vorhersehen und haben schon vor Jahren angemahnt, für diese Zeiten vorzusorgen. Was haben Merkel & Co. getan? Nichts. Keine Investitionen, keine offensive Bildungspolitik, keine gezielte Fachkräftepolutik usw. [...]
konnten das vorhersehen und haben schon vor Jahren angemahnt, für diese Zeiten vorzusorgen. Was haben Merkel & Co. getan? Nichts. Keine Investitionen, keine offensive Bildungspolitik, keine gezielte Fachkräftepolutik usw. usw. Stattdessen Weltrettung, Milliarden für Klimarettung in der Welt, Geldverschwendung ohne Beispiel und Dilletantismus. Jetzt noch eine milliardenschwere Klimarettung in Deutschland, die zwar wichtig, aber im Ergebnis völlig wirkungslos verpuffen wird, allein schon durch das Bevölkerungswachstum in Asien und Afrika. Und im Untergrund lauern die vergessenen Bürgschaften für Griechenland mit 280 Mrd Euro, die selbstredend fällig werden. Dazu Brexit. Das Ganze wird fatal enden. Danke Merkel & Grüne.
shotaro_kaneda 11.10.2019
2.
Naja, berücksichtigt man die Feiertage, von den nächstes Jahr mehr als dieses Jahr auf ein Wochenende fallen, wären wie wohl eher bei einer Prognose von 0,5 %, wenn überhaupt.
Naja, berücksichtigt man die Feiertage, von den nächstes Jahr mehr als dieses Jahr auf ein Wochenende fallen, wären wie wohl eher bei einer Prognose von 0,5 %, wenn überhaupt.
mirage122 11.10.2019
3. Ach, tatsächlich?
Sind das nur wieder ketzerische Meldungen oder hat unser so toll besetztes Wirtschaftsministerium gepennt und erkennbare Entwicklungen einfach ignoriert und nicht publiziert. Das Volk soll für dumm verkauft werden. Das ist das [...]
Sind das nur wieder ketzerische Meldungen oder hat unser so toll besetztes Wirtschaftsministerium gepennt und erkennbare Entwicklungen einfach ignoriert und nicht publiziert. Das Volk soll für dumm verkauft werden. Das ist das eindeutige Konzept der Merkel-Regierung. Aber immer haben die Medien ihr zugejubelt. Das haben wir nun davon!.
ganzeinfach 11.10.2019
4. Schönrechnerei
Seit Monaten sinken die D-Exporte. Der Handelskrieg hat längst begonnen. Dazu kommen die exorbitanten Fehlleistungen in der Auto-Industrie, längst nicht abgeschlossen, welche den Firmen noch auf die Füssen fallen werden. Nicht [...]
Seit Monaten sinken die D-Exporte. Der Handelskrieg hat längst begonnen. Dazu kommen die exorbitanten Fehlleistungen in der Auto-Industrie, längst nicht abgeschlossen, welche den Firmen noch auf die Füssen fallen werden. Nicht wegzudenken die Fehlleistungen in der Bankenwelt: Fazit Abbau von Stellen je Branche zu zigtausenden. Wurde schon divers angekündigt. Schliessung von Werken, Filialen - alles am Horizont. Feststellung, dass die Bahn nun "wieder" ausgebaut werden soll, dass die div. Wenden wohl nicht zeitgerecht eintreffen dürften, was Millionen von Strafzahlungen nachzieht - die Entwicklungen der grössten aller Industrien noch immer keine Produkte AUF dem Markt hat sowie die Rüstungsindustrie, welche nur Rohrkrepierer (im Export) kreiert. Da ist der Brexit nur eine lahme Ausrede. Dazu die verkrampfte schwarze Null. Kein "Weiter so!"! Ganz sicher wird 2020 zum Jahr der Rezession. Ziehen wir uns mal warm an. Gelder, von der Politik gesprochen, werden wohl nicht mehr fliessen. ganzeinfach
Cmkswiss 11.10.2019
5.
Solange die Wirtschaft wächst, kann ich keine Krise erkennen. 2009 sank das BIP um über 5%, das war eine Krise. Was zurzeit in Argentinien oder Venezuela geschieht, das sind Krisen. Dank der schwarzen Null, gibts auch genug [...]
Solange die Wirtschaft wächst, kann ich keine Krise erkennen. 2009 sank das BIP um über 5%, das war eine Krise. Was zurzeit in Argentinien oder Venezuela geschieht, das sind Krisen. Dank der schwarzen Null, gibts auch genug finanziellen Spielraum für ein Konjukturpaket. Also alles im grünen Bereich.

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