Wirtschaft

Nach Triebwerksproblem

Erste A220-Maschinen von Swiss wieder im Dienst

Hundert Flüge fielen aus, 30 Jets wurden wegen Triebwerksproblemen aus dem Verkehr gezogen: Die Fluggesellschaft Swiss lässt zwölf der Maschinen jetzt wieder starten.

Walter Bieri/KEYSTONE/DPA

A220-Maschine der Swiss: "technische Unregelmäßigkeiten" am Triebwerk

Mittwoch, 16.10.2019   17:31 Uhr

Die Lufthansa-Tochter Swiss hatte nach einer außerplanmäßigen Landung in Paris am Dienstag kurzfristig sämtliche Starts ihrer 29 Maschinen aus der Bombardier-C/A220-Serie gestoppt. Nun will die Schweizer Fluggesellschaft den Betrieb mit den Maschinen wieder aufnehmen.

Zwölf der vorübergehend aus dem Verkehr gezogenen Flugzeuge seien bereits wieder im Einsatz, teilte die Fluggesellschaft mit, die anderen sollten in Kürze folgen. Die Inspektionen hatten den Flugbetrieb von Swiss erheblich gestört, rund hundert Flüge wurden annulliert.

"Wir gehen davon aus, dass der Flugbetrieb ab Donnerstag wieder weitgehend regulär durchgeführt werden kann", teilte das Unternehmen mit. Die bisherigen Prüfungen hätten gezeigt, dass die Triebwerke von Pratt & Whitney in einwandfreiem Zustand seien.

Austausch mit Behörden und Triebwerkshersteller

Warum am Dienstagmorgen eine Maschine dieses Typs auf dem Weg von London nach Genf zwischenlanden musste, ist unklar. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, es habe "technische Unregelmäßigkeiten bei den Triebwerken" gegeben. Es sei der dritte Zwischenfall seit Juli gewesen. Deshalb verfügte die Swiss die Startverbote.

Die Flugzeuge stammen vom kanadischen Unternehmen Bombardier. Airbus übernahm nach finanziellen Problemen bei Bombardier die Mehrheit der Anteile an dem Flugzeugprogramm. Deshalb tragen die Maschinen jetzt die Airbus-Kennzeichnung A220. Swiss teilte mit, das Unternehmen nehme die Vorfälle sehr ernst und stehe weiterhin im engen Austausch mit den zuständigen Behörden, Airbus Canada und dem Triebwerkhersteller.

apr/dpa

insgesamt 1 Beitrag
dgbmdss 16.10.2019
1. Getriebefan PW 1500G macht wohl wieder Schwierigkeiten
Das Problem sind nicht die Flugzeuge, stattdessen sollte der Artikel auf die andauernden Probleme mit der Getriebefanfamilie PW 1500G eingehen, die ja auch (nur in einer anderen Variante) beim A320 neo für häufigen Ärger sorgt.
Das Problem sind nicht die Flugzeuge, stattdessen sollte der Artikel auf die andauernden Probleme mit der Getriebefanfamilie PW 1500G eingehen, die ja auch (nur in einer anderen Variante) beim A320 neo für häufigen Ärger sorgt.

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