Wirtschaft

Gemeinschaftsunternehmen Droniq

Telekom und Flugsicherung kooperieren im Drohnenmarkt

Die Deutsche Telekom und die Deutsche Flugsicherung gründen ein Gemeinschaftsunternehmen für Langstreckendrohnen. Experten erwarten ein Milliardengeschäft.

DPA

Branchenkenner erwarten einen Milliardenmarkt mit Drohnen

Mittwoch, 29.05.2019   13:43 Uhr

Die Telekom will gemeinsam mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) Langstreckenflüge von Drohnen ermöglichen. Bisher sind Flüge nur in Sichtweite des Drohnenpiloten erlaubt.

Die beiden Unternehmen gaben in Frankfurt die Gründung ihrer Gemeinschaftsfirma Droniq bekannt. "Droniq bietet einen Einstieg in den kommerziellen Betrieb von unbemannten Fluggeräten, insbesondere für Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Steuerers", sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle.

Ermöglicht wird die Ortung der unbemannten Flugkörper über größere Distanzen über das Mobilfunknetz. Grundlage ist die Ausstattung der Drohnen mit Mobilfunk-SIM-Karten und einem GPS-System. Die Geräte werden den Angaben zufolge damit für die Fluglotsen ortbar, aus der Ferne lenkbar und können in Echtzeit Daten mit der Basisstation austauschen.

Milliardenumsätze erwartet

Branchenkenner rechnen damit, dass sich vor allem der Markt für gewerblich genutzte Drohnen in den kommenden Jahren deutlich vergrößern wird. Die Beteiligten erhoffen sich von Drohnenlangstreckenflügen Milliardenumsätze, etwa bei der Kontrolle von Stromtrassen oder Gleisen, in der Landwirtschaft, bei Lieferdiensten oder bei der Überwachung von Bauprojekten. Einsatzmöglichkeiten werden auch bei Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften gesehen, zum Beispiel bei der Suche nach Vermissten.

"Mit unserer Technik wird es endlich möglich, das volle Potenzial professionell genutzter Drohnen ausschöpfen zu können", sagte Tim Höttges, Chef der Deutschen Telekom. Droniq will sich zunächst auf den deutschen Markt konzentrieren. Eine spätere Expansion ins europäische Ausland ist geplant.

Derzeit sind in Deutschland laut DFS 500.000 Drohnen in Betrieb, 19.000 davon werden kommerziell genutzt, etwa für die Vermessung von Landschaften, Foto- und Filmaufnahmen und in der Landwirtschaft.

Droniq startet laut DFS-Chef Scheuerle zunächst mit zehn Mitarbeitern, soll aber zügig wachsen. In drei bis fünf Jahren sei mit einem Umsatz von mehr als 20 Millionen Euro zu rechnen. Konkrete Aufträge von Sicherheitskräften, Rettungsdiensten und Industrieunternehmen lägen bereits vor.

Wegen Drohnenflügen an Flughäfen in Frankfurt und London war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Flugausfällen gekommen.

brt/dpa/Reuters

insgesamt 10 Beiträge
hajomango 29.05.2019
1. Am Ende
Der letzte Satz im Artikel, was soll der? Das ist ungefähr so relevant wie der Vermerk auf Verkehrstote im Strassenverkehr, in einem Artikel über neuartige Autositzbezüge.
Der letzte Satz im Artikel, was soll der? Das ist ungefähr so relevant wie der Vermerk auf Verkehrstote im Strassenverkehr, in einem Artikel über neuartige Autositzbezüge.
siri_paibun 29.05.2019
2. Wahrscheinlich weil....
...die Telekom auch in das Geschäft der Drohnenabwehr investiert hat. Suche mal nach magenta Drohnenschutzschild. Funktioniert aber nicht wirklich. Größter Konkurrent sind die Niederländer. Die haben abgerichtete [...]
Zitat von hajomangoDer letzte Satz im Artikel, was soll der? Das ist ungefähr so relevant wie der Vermerk auf Verkehrstote im Strassenverkehr, in einem Artikel über neuartige Autositzbezüge.
...die Telekom auch in das Geschäft der Drohnenabwehr investiert hat. Suche mal nach magenta Drohnenschutzschild. Funktioniert aber nicht wirklich. Größter Konkurrent sind die Niederländer. Die haben abgerichtete Steinadler. Das funktioniert besser.
sj_comment 29.05.2019
3. Wooow! Wenn wir uns beeilen
können wir mit der innovativen Technik und dem sagenhaften Netz der Telekom sicherlich noch mehr Kohle machen...dann werden uns die Amerikaner und die Chinesen diese Zukunftstechnologie zu Höchstpreisen aus den Händen reißen! [...]
können wir mit der innovativen Technik und dem sagenhaften Netz der Telekom sicherlich noch mehr Kohle machen...dann werden uns die Amerikaner und die Chinesen diese Zukunftstechnologie zu Höchstpreisen aus den Händen reißen! Drohnen braucht das Land. Können diese Drohnen von zivil-sozialen, logistischen Aufgaben im Bedarfsfall auch zügig für militärische Zwecke eingesetzt werden? Und hoffentlich müssen die Drohnenpiloten bei Empfangs-/Netzverlust nicht die Telekom-Hotline kontaktieren!
sponuser936 29.05.2019
4. Das wird nix
Die meinen jetzt aber sicher nicht dieses Mobilnetz, welches ungefähr so löchrig ist wie ein Schweizer Käse und auf dem Stand von vor 10 Jahren ist, oder? Sorry Telekom, ihr habt jetzt in Sachen Glasfaserausbau und [...]
Die meinen jetzt aber sicher nicht dieses Mobilnetz, welches ungefähr so löchrig ist wie ein Schweizer Käse und auf dem Stand von vor 10 Jahren ist, oder? Sorry Telekom, ihr habt jetzt in Sachen Glasfaserausbau und Mobilfunknetz nicht gerade mit überragender Kompetenz geglänzt. Andere Industrienationen aber auch zum Teil sogar Schwellenländer sind da weiter. Und auf diesem doch eher wakeligen Standbein will man nun eine Drohnenfirma gründen? Ernsthaft?
Erika.Mustermann@spon.de 29.05.2019
5.
Bei den genannten Firmen sollte man davon ausgehen, dass ausreichende Kenntnisse über die geltende Gesetzeslage vorhanden sind (LuftVO, LuftVG, FSBeitrV usw. usf.). Und somit sollten die im letzten Satz erwähnten Probleme [...]
Zitat von hajomangoDer letzte Satz im Artikel, was soll der? Das ist ungefähr so relevant wie der Vermerk auf Verkehrstote im Strassenverkehr, in einem Artikel über neuartige Autositzbezüge.
Bei den genannten Firmen sollte man davon ausgehen, dass ausreichende Kenntnisse über die geltende Gesetzeslage vorhanden sind (LuftVO, LuftVG, FSBeitrV usw. usf.). Und somit sollten die im letzten Satz erwähnten Probleme durch sie nicht entstehen. Somit ist der Schlusssatz absolut richtig, denn unbedarfte Laien könnten hier den Zusammenhang ggf. nicht erkennen.

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