Wirtschaft

Scheidung

Volkswagen hat Suzuki-Anteile verkauft

Volkswagen und Suzuki gehen nun wieder endgültig getrennte Wege. Letzter Akt der Scheidung war der Rückkauf eines großen Aktienpakets, das die Wolfsburger an dem viertgrößten japanischen Autohersteller hielten.

DPA

Logos von VW und Suzuki: Verbindung endgültig aufgelöst

Donnerstag, 17.09.2015   08:03 Uhr

Nach dem Scheidungskrieg hat Suzuki ein milliardenschweres Aktienpaket von Volkswagen Chart zeigen zurückgekauft. Der viertgrößte japanische Autobauer teilte am Donnerstag mit, den Suzuki-Anteil Chart zeigen von 19,9 Prozent für umgerechnet knapp 3,4 Milliarden Euro erworben zu haben.

Das Schiedsgericht der internationalen Handelskammer in London hatte Ende August geurteilt, dass der VW-Konzern seine Beteiligung an den Japanern abstoßen muss. Die Entscheidung beendete einen vier Jahre alten Streit über die gescheiterte Kooperation der beiden Autokonzerne und die Rückgabe der Suzuki-Aktien.

VW war 2010 für 1,7 Milliarden Euro bei Suzuki eingestiegen und streicht deshalb nun einen deutlichen Buchgewinn ein. Der Dax-Konzern wollte gemeinsam mit den Japanern Billigautos für Schwellenländer entwickeln. Doch die Partnerschaft ging in die Brüche, hauptsächlich weil die Chemie zwischen den beiden Firmen nicht stimmte und Suzuki um den Verlust seiner Eigenständigkeit fürchtete. Dennoch wollte VW seine Suzuki-Anteile behalten.

mik/dpa-AFX

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