Wissenschaft

Krim-Krise

Nasa will weiter mit Russland zusammenarbeiten

Der politische Konflikt um die Ukraine zwischen den USA und Russland soll sich nicht auf die Forschung im Weltall auswirken. Die Partnerschaft bleibe trotz Krim-Krise intakt, erklärt die Nasa.

DPA

Internationale Raumstation ISS (im Mai 2011): Zusammen im Weltall

Mittwoch, 05.03.2014   09:00 Uhr

Ungeachtet der Spannungen zwischen Russland und den USA in der Krim-Krise arbeiten die Raumfahrtbehörden beider Länder weiter zusammen. "Die Partnerschaft im Weltall bleibt intakt und normal", sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Charles Bolden, am Dienstag. Ein US-Astronaut werde wie geplant Ende des Monats von der Internationalen Raumstation ISS mit einem russischen Raumschiff zur Erde zurückkehren.

Nach der Landung Tausender Soldaten auf der Krim und Aufmärschen prorussischer Milizen vor ukrainischen Kasernen, steht die Halbinsel faktisch unter Moskaus Kontrolle. Bolden verwies darauf, dass die US-amerikanisch-russische Zusammenarbeit im Weltall auch nach dem russischen Einmarsch in Georgien im Sommer 2008 nicht eingestellt worden sei. Während auf der Erde "zahlreiche internationale Krisen" geherrscht hätten, würden Moskau und Washington nun schon seit 13 Jahren ununterbrochen an Bord der ISS kooperieren.

Seit dem letzten Flug eines Space Shuttle im Sommer 2011 sind die USA für bemannte Flüge zur ISS auf die russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen. Pro Reise zahlt die NASA rund 70 Millionen Dollar an Russland. Die neue US-Raumkapsel "Orion" wird erst in einiger Zeit voll einsatzbereit sein. Ein erster Testflug ist später in diesem Jahr geplant.

boj/AFP

insgesamt 11 Beiträge
lalito 05.03.2014
1. typischer Fall von "denkste"
Muss, muss es heißen, nicht will.
Zitat von sysopNASADer politische Konflikt um die Ukraine zwischen den USA und Russland soll sich nicht auf die Forschung im Weltall auswirken. Die Partnerschaft bleibe trotz Krim-Krise intakt, erklärte die Nasa. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/nasa-usa-und-russland-im-weltraum-weiter-trotz-ukraine-und-krim-a-956995.html
Muss, muss es heißen, nicht will.
Kiste 05.03.2014
2. Störung im Betriebsablauf
Hat die NASA keine Angst, dass die Russen die Zusammenarbeit kündigen, als Reaktion auf die Sanktionen? Vielleicht müss die Nato-Astronauten auch ein wenig länger da oben bleiben?
Hat die NASA keine Angst, dass die Russen die Zusammenarbeit kündigen, als Reaktion auf die Sanktionen? Vielleicht müss die Nato-Astronauten auch ein wenig länger da oben bleiben?
rkinfo 05.03.2014
3. Amis oben lassen ?
Genau bei der ISS zeigt sich wie absurd Boykott sein könnte. Die Welt besteht aus Politik aber auch einzelnen Menschen und Freundschaften. Es ist Aufgabe der Politik das kleine Gebiet Krim dauerhaft stabil zu regeln.
Genau bei der ISS zeigt sich wie absurd Boykott sein könnte. Die Welt besteht aus Politik aber auch einzelnen Menschen und Freundschaften. Es ist Aufgabe der Politik das kleine Gebiet Krim dauerhaft stabil zu regeln.
Drunken Masta 05.03.2014
4. Tja
Dann muss man es Putin wohl annektieren lassen. Die darauf folgende jahrelange Militärpräsenz wird schon dafür sorgen, dass es ruhig bleibt. Und dann warten wir mal ab wer als nächstes heim ins... ähm pardon wo als [...]
Zitat von rkinfoGenau bei der ISS zeigt sich wie absurd Boykott sein könnte. Die Welt besteht aus Politik aber auch einzelnen Menschen und Freundschaften. Es ist Aufgabe der Politik das kleine Gebiet Krim dauerhaft stabil zu regeln.
Dann muss man es Putin wohl annektieren lassen. Die darauf folgende jahrelange Militärpräsenz wird schon dafür sorgen, dass es ruhig bleibt. Und dann warten wir mal ab wer als nächstes heim ins... ähm pardon wo als nächstes Russen beschützt werden müssen.
zymeth90 05.03.2014
5. forschung
Naturwissenschaftler scheren sich (vielleicht) nicht so um Politik und nationale Grenzen und dem ganzen Kram. es geht um Wissenschaftlichen Fortschritt der gesamten Menschheit
Naturwissenschaftler scheren sich (vielleicht) nicht so um Politik und nationale Grenzen und dem ganzen Kram. es geht um Wissenschaftlichen Fortschritt der gesamten Menschheit

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